WordPress nach Deinstallation von iThemes Security reparieren

Kurz und Knapp: das populäre Sicherheits-Plugin für WordPress iThemes Security hat einen kleinen fiesen Trick auf lager, solltet ihr es einmal deinstallieren oder deaktivieren wollen.

Nach Deinstallation oder Deaktivierung wird euer Admin-Backend auf die Hoster-URL umgeleitet und ist damit schlichtweg nicht mehr aufrufbar.

Die Lösung dazu ist aber genau so schlicht wie der kleine eingebaute Schlingel:
Sofern ihr weiterhin per SFTP/SSH oder sonstwas auf euren Hosting-Dienst zugreifen könnt, kopiert euch die wp-config.php auf einen lokalen Rechner. iThemes-Security hat dort 3 Zeilen an den Anfang geschrieben:

define( 'FORCE_SSL_LOGIN', true );
define( 'FORCE_SSL_ADMIN', true );
define( 'DISALLOW_FILE_EDIT', true );

In diesen Zeilen ist einfach das true mit einem false zu ersetzen. Danach einfach die Datei wieder auf das Hauptverzeichnis eures Hosters hochladen und die vorhandene Datei überschreiben. Danach funktioniert euer Backend wie üblich.
Es ist natürlich etwas ganz anderes, wenn ihr sowieso ein SSL-Zertifikat für euer Backend gemietet habt, da dies aber relativ selten der Fall ist, gehe ich hier nicht weiter darauf ein.

Falls das Problem weiter besteht, aktiviert in den Einstellungen eures FTP-Programms “versteckte Dateien” oder “Dateien mit beginnendem Punkt (.) anzeigen” oder Ähnliches, kopiert die .htaccess-Datei aus dem Stammverzeichnis und überprüft diese auf gewisse Rewrite-Rules.

Wie man eine Pebble Smartwatch nach Deutschland bekommt

Seit dem Ende der Kickstarter-Finanzierung der Pebble Smartwatch stellt sich der deutsche Zoll quer. Dieser bemängelt an den Uhren, dass die jeweilige Seriennummer ja nicht eingeprägt, sondern nur aufgeklebt ist und damit in der Theorie austauschbar wäre (Meinung: Ist ja nicht so, dass das bei zig Smartphones aus aller Welt genau so gehandhabt ist, aber da ist vermutlich mal wieder dieser Firmen-Reputations-Gedanke. Neue Firmen dürfen einfach nicht mit den gleichen Bestimmungen durch). Außerdem bemängelt er ein fehlendes CE-Kennzeichen, auch wenn dies inzwischen sogar mit den exakten Registrierungsnummern sogar außen auf das Paket aufgedruckt wird.
Also gehen auch heutzutage weiterhin alle Pebble-Uhren, die ohne Umweg nach Deutschland kommen sollen wieder zurück an den Sender (Meinung: Hier wundere ich mich, warum der Zoll hier nicht direkt zerstört, macht er doch bei anderen Sendungen aus dem Produziererland Fernost auch).
In Deutschland ist es trotzdem erlaubt elektrische Geräte ohne CE-Kennzeichen zu verwenden, die einzigen Probleme die dann noch auftreten könnten, wären dann Angelegenheit der Krankenkasse, die nicht unbedingt die Kosten im Falle einer Verletzung durch ein kaputt gegangenes Nicht-CE-Gerät (Batterie hochgeraucht etc) nicht unbedingt die Kosten übernehmen muss, bzw. selbst Zuschüsse verweigern darf.
Also gibt es keinen triftigen Grund, dass die Pebble für den deutschen Markt zu unsicher sei und damit wäre die Verwendung und damit auch der Import erlaubt (Ist ja bei den Standard-Glühbirnen unter deutschem Verkaufsverbot genau so).

Zwischenzeitlich hat sich Pebble um einen Trick bemüht, um wenigstens dafür zu sorgen, dass die Unterstützer der Kickstarter-Kampagne auch das bekommen wofür sie zahlten. Sie nutzten einen Mittelsmann im europäischen Ausland um deutsche Pebbles weiter zu vertreiben und zu verschicken. Genau diese Methode kann man auch privat nutzen.
Was Pebble damals nutzte nennt sich im Fachjargon “Freight Forwarding” und genau das definiert laut Wikipedia den Händler zwischen Großhändler und Endkunde, wenn die Ware dafür über Landesgrenzen transportiert wird.
Da die Pebble ja nun nicht nach Deutschland kommen kann müssen diese Freight Forwarder im europäischen Ausland gewählt werden, wohin Pebble die Uhren ja ohne jedes Augenzwinkern hinsenden kann.
Damit der Versand dann innerhalb der EU möglichst schnell verläuft kommen hier nur Dienste in Nachbarländern von Deutschland in Frage.
Das ganze folgende Prozedere geht natürlich auch über eine eigene Kontaktperson in deutschen Nachbarländern möglich, ich bin aber ein Freund der selbstständig erledigten Tätigkeiten, also beschreibe ich hier die Variante für den eigenhändigen Import über einen Freight Forwarder:

Empfehlen kann ich als günstigere Variante D-A-Packs, die mir nach einer Anfrage bestätigten, dass auch Zollgebühren per Überweisung zahlbar sind. Der Vorteil von D-A-Packs ist, dass sie die Pakete selbst über die Grenze bringen und dann direkt bei der DHL zum Versand an eure Hausadresse aufgeben. Der einzige Nachteil: D-A-Packs ist vom System her darauf ausgelegt deutschen Kunden ein günstiges Einkaufen in Österreich zu gewährleisten und vice versa. Es kann sein, dass dort etwas mit den Unterlagen, die alleine schon dafür gebraucht werden, die Pakete nach Österreich kommen zu lassen (Zollinhaltserklärungen etc.) langsamer läuft als bei anderen Anbietern, da dies wie gesagt nicht der Regelfall einer Sendung ist.

Darauf ausgelegt nur Mittelsmann für Auslandssendungen zu sein, ist der Dienst shipito.com, der gleich mehrere Zentralen in den USA und eine in Österreich hat.
Dieser versendet aber leider nicht direkt in Deutschland, sondern sendet nur innerhalb von Österreich weiter, was aber nicht heißt, dass dort auch internationaler Versand gewählt werden kann. Damit ist dieser Dienst leider auch teurer als D-A-Packs, dort ist aber auch eine schnellere Abwicklung des Versands möglich. Auch die Abwicklung von Zollgeschichten kann bei Shipito direkt online erledigt werden und es kommt praktisch nie zu Problemen wie bei den Konkurrenten Borderlinx in Großbritannien, die grundsätzlich keinen Zoll zahlen wollen.

Zurück zum Anfang, schließlich habt ihr eure Pebble ja noch nicht gekauft. Über den Freight-Forwarder bekommt ihr nach einer kurzen Anmeldung erst einmal die Versandadresse, die ihr Pebble mitteilen müsst, damit diese überhaupt versendet werden kann. Dieser empfängt dann eure Sendung, und fragt euch (im Falle eines Imports über Shipito) an, wie weiter vorgegangen werden soll. Dort kann dann auch die Versandart nach Deutschland (normal oder express) gewählt werden. Eine Paketweiterleitung kostet im Gegensatz zu D-A-Packs bei Shipito zusätzlich zu den weiteren Versandkosten 8,50$, was bei dem derzeitigen Kurs in etwa 6€ entsprechen würde. Wer Geld sparen will und dafür länger warten kann, sollte D-A-Packs wählen, bei denen die Versandkosten nach Deutschland gebührenfrei in etwa der Höhe der Bearbeitungsgebühren von Shipito entsprechen.
Bei Shipito kann alles per PayPal (alternativ mit Kreditkarte) bezahlt werden, was dort eine schnelle Abwicklung der Pakete (meist am gleichen bzw. nächsten Tag) ermöglicht.
Habt ihr also nach der Nachricht von Shipito alle Kosten für den Zoll und den Weiterversand überwiesen, muss nur noch eine  Zollinhaltserklärung ausgefüllt werden.
Dort gibt ihr im Fall der Pebble schlicht an, dass es sich um eine Uhr handelt und gibt den exakten Verkaufswert (Wichtig: Mit Versandkosten von Pebble direkt) an. Die Batterie ist bei der Pebble fest verbaut, auch das muss angegeben werden. Schlussendlich handelt es sich dann noch um “Merchandising” also einen eigens getätigten Kauf im Ausland. Achtet unbedingt darauf, dass als Inhaltserklärung hier nur “watch” steht, diese Angaben dienen laut Shipito zwar nur der Versandversicherung, allerdings kann der deutsche Zoll, falls er das Paket sieht, eben auch die Inhaltserkärung sehen. Und eine simple Armbanduhr ist für den Deutschen Pebble-Hasser namens Zoll bei weitem nicht so schlimm wie eine Uhr ohne eingeprägte Seriennummer.
Nachdem ihr die Zollinhaltserklärung online übertragen habt, wird das Paket von Pebble normalerweise noch einmal verpackt (damit der deutsche Zoll nicht auf die Idee kommen könnte, das das ja eigentlich das Original-Paket der Pebble ist) und direkt weitergesendet. Je nach gewählter Versandart in ein paar Tagen bei euch. Shipito bietet euch zur Berechnung der Versandkosten einen Rechner an, der die exakten Versandkosten schon im Vorab berechnen kann.
Laut Forenberichten schlägt Shipito in Österreich momentan täglich an die 20 Pebble-Smartwatches um, demnach kann man davon ausgehen, dass hier auch gerade mit Weiterleitungen um den deutschen Zoll herum einiges an Erfahrung in die Tat umgesetzt wird. Da die Tätigkeit von Shipito auch im Sinne der Pebble-Smartwatch weder illegal noch rechtliche Grauzone ist, könnt ihr hier also gefahrlos eure meiner Meinung nach bis dato funktionstechnisch ungeschlagen beste Smartwatch bestellen.

Der Vorteil gegenüber der Variante einer Bestellung über Ebay ist ganz klar der Preis und die Sicherheit, dass die Pebble in Deutschland ankommen wird.
Es gibt auf PayPal auch in Fernost einige Händler, die sowohl Nachmache- als auch Original-Pebbles verkaufen. Diese sind aber nicht immer klar deklariert bzw. sehr offensichtlich so falsch deklariert, das selbst hier der Zoll zwar nicht mehr mit dem Pebble-Problem, sondern mit einem Deklarierungsproblem kommt, was auf die gleiche Vorgehensweise wie bei dem Pebble-Problem ausläuft.
Zur Preis-Geschichte: Die originale Pebble kostet bei Pebble direkt 150$, wobei für den Freight-Forwarding-Dienst noch ein paar Kosten aufgeschlagen werden müssen. Im Allgemeinen spart man hier aber trotzdem auch im Gegensatz zu deutschen Händlern an die 10-20€. Wem die Kreditkartenpflicht bei Pebble das nicht wert ist, kann ja auf Risiko gehen.

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21:9 Cinemascope: Wofür ist es nützlich, wofür nicht?

Seit einigen Monaten nutze ich nun den LG EA93. 29″ als Cinemascope ist ein ganz anderes Verhältnis.
21:9, also 2,35:1 entspricht in etwa den Verhältnissen einer Kinoleinwand. Ironischerweise ist es trotz des Namens meiner Meinung nach noch nicht für Filme geeignet. Filme auf BluRay sind in den meisten Fällen als 16:9 gespeichert, werden diese auf einem Cinemascope-Bildschirm normal abgespielt gibt es, wie schon von der Umstellung von 4:3 auf 16:9, schwarze Ränder. Diesmal aber nicht oben und unten, sondern rechts und links. Werden 16:9 Inhalte auf 21:9 gestreckt, fehlt ein beträchtlicher Teil des Bildes oben und unten, also ist ein Cinemascope-Monitor, solange es nur wenige Filme gibt, die als 21:9 vertrieben werden, nur bedingt für Filme zu gebrauchen.
Die richtigen Stärken dieses Formats kommen meiner Meinung nach erst bei der produktiven Arbeit zum Vorschein. Der EA93 hat eine Bildfläche von 67,7 x 29 cm und ist damit perfekt geeignet für Tabellenkalkulationen und anderen Arbeiten mit längeren Texten. Als Beispiel nenne ich mal den Vergleich der RSS-Dienste seit der Schließung von Google Reader, dort kann ich innerhalb eines Fensters (wenn dieses maximiert ist) vom Anfang der Tabelle bis zur Zeile für “newsreadr” alles auf einen Blick überblicken (Die Spalte für Reader.is ist auch noch zur hälfte drauf).
Anders ausgedrückt sind dies ungefähr  zwei komplette Websites ohne seitlich scrollen zu müssen, was ein enormer Vorteil beim Präsentationen erstellen oder ähnlichen Aufgaben ist. Auf einem handelsüblichen Bildschirm kann man entweder die Präsentation oder die Website in dem Format anzeigen, wie sie Cinemascope parallel nebeneinander anzeigen könnte.
Aber auch in einem anderen Bereich können die langen Bildschirme groß punkten. Ich wage einmal zu behaupten, dass der Großteil aller PC-Spiele, die es auch schon länger gibt das 21:9-Format voll unterstützen. Selbst viele alte Indie-Games haben mit der Auflösung überhaupt kein Problem. Bei einigen aktuellen Spielen (z.B. Assassins Creed III) funktionieren die Auflösungen in exotischen Formaten nicht, aber das liegt soweit ich vermute eher an der Spieleprogrammierung gezielt auf übliche Auflösungen.
Die große Auflösung kommt bei einigen Spielen auch gut zu tragen, so hat man z.B. bei einem Rennspiel in der Auflösung und in der Cockpit-Ansicht fast die komplette Frontscheibe auf einem Bildschirm und damit deutlich mehr Überblick auf die ganze Straße und das geschehen vor einem. Auch in Online-Spielen wie Bombermine kommt die Auflösung prima rüber und man merkt, welchen Vorteil man bei einigen hat, wenn man z.B. bei Multiplayer-Spielen vom Spielfeld deutlich mehr sieht als andere.

Alles in allem ist Cinemascope schon geeignet, meiner Meinung nach allerdings nicht für den angeworbenen Einsatzzweck (Filme), weil es dazu einfach noch zu wenig Filmmaterial für den Endkunden gibt. Wer aber in der Webentwicklung tätig ist, oder einfach nur zum Arbeiten mehr Überblick braucht, dem kann ich ein Cinemascope-Bildschirm wärmstens empfehlen.

LG EA93 im Test: Volle Breitseite 21:9

Ich hatte vor einiger Zeit das Glück drüben beim Caschy einen LG EA93 zu gewinnen. Nach einigen Monaten logistischen Problemen bei LG kam er auch an und wurde gleich ausgepackt. Ich schreibe den Testbericht absichtlich erst so spät, da gerade der Bildschirm ja eines der wichtigeren Utensilien auf dem Arbeitsplatz ist, sollte man sich an die Größe und die Möglichkeit erst einmal gewöhnen und herausfinden inwiefern es einem persönlich bei der Arbeit hilft und Vorteile schafft.

Wenn man von einem normalen 16:9 Bildschirm umsteigt, nutzt man meist nur die hälfte des Bildschirms effektiv, während die andere einfach nur Informationen anzeigt. In meinem Fall verwende ich die rechte Bildschirmseite fast ausschließlich für Twitter, wenn ich nicht gerade am arbeiten mit Webentwicklung und co bin. Der Bildschirm ist in etwa doppelt so breit wie ein handelsüblicher 16:9-Bildschirm, dafür ist er vertikal etwas kleiner als die gewohnten Bildschirme. Durch die gefühlt doppelte Größe des Bildschirms fällt einem aber die kleinere Höhe der Anzeigefläche in keinster Weise auf. Für diejenigen, die sich vorab schon ein Bild von der Größe machen wollen, hier mein aktueller Desktop:

(Originalgröße mit Rechtsklick -> Bild in neuem Tab öffnen – Hintergrundbild von interfacelift.com)

Der Aufbau stellte sich recht einfach heraus, lediglich ein Kreuzschlitz-Schraubendreher wird benötigt um den Fuß an den Bildschirm zu schrauben, danach gibt es noch eine kleine Blende, die man hinten einklicken kann, um die schwarzen Schrauben in der schwarzen Halterung zu verstecken. Der “erfahrene” Nutzer wird vermutlich nach dem Auspacken den Bildschirm einfach an das bisher benutzte HDMI oder DVI-Kabel klemmen, wird dann aber erst einmal feststellen, dass der Bildschirm rumnörgelt er würde keine vollen 2560×1080 Pixel geliefert bekommen. Die Standardeinstellung am EA93 sieht es vor, das FullHD Bild, was ja zu klein für die Bildschirmgröße ist, auf 21:9 zu strecken. Vorerst hat man also, wenn es noch in Windows so eingestellt war einen ziemlich in die länge gezogenen Text, bis man entweder die Einstellung im Displaymenü gefunden hat oder unter Windows die höhere Auflösung einstellt. Dann macht sich es bemerkbar, dass man eventuell ein falsches Kabel verwendet. Die meisten alten HDMI-Kabel entsprechen noch dem Standard HDMI1.0. Genau dieser hat eine Begrenzung bei FullHD (also 1920×1080 Pixeln), kann also technisch gesehen gar nicht die nötige Bandbreite liefern. Der Bildschirm hat HDMI2.0 verbaut, dessen Spezifikation neben 4K auch 4K in 3D erlaubt und damit die benötigte Bandbreite mehr als genug unterstützt. Dem Bildschirm selbst liegt leider kein HDMI2.0-Kabel bei, stattdessen findet man hier ein enorm dickes DVI-I-Kabel, was zwar tadellos funktionierte, mich aber schon nach kurzer Zeit auf DisplayPort wechseln lies, da das DVI-I-Kabel dermaßen unflexibel war, dass es inklusive der Kabel der Lautsprecher, Webcam, des integrierten USB-Hubs und so weiter nicht mehr vernünftig in meinem Ordnungssystem verstaut werden konnte.


Für den USB-Hub mussten noch Treiber installiert werden, auf die LG-Software zur Aufteilung der Fenster (um den Bildschirm etwas ergonomischer zu machen) habe ich aber verzichtet, da Microsoft ab Windows 7 ja bereits exakt diese Funktion mitliefert. Mir persönlich viel, nachdem alles konfiguriert war, zuerst die Farbenklarheit auf. Ich stieg von einem normalen LCD-Panel auf das IPS-LED-Panel des EA93 um und wurde erst ein wenig an “Farbverfälschung” glaubend dann letztendlich doch voll überzeugt. Auch Familienmitglieder bestätigen, dass die Farben echter wirken, wenn man z.B ein entwickeltes Foto neben sein digitales Pendant hält. Inzwischen wundere ich mich eigentlich, wie es vorher geschafft wurde solch eine Farbveränderung dann doch noch als Bildschirm zu verkaufen.
In den ersten Tagen nutzte ich den Bildschirm wirklich nur halb. Ich war daran gewöhnt 16:9 zu haben und der EA93 war einfach gefühlt doppelt so breit und ich wusste einfach nichts auf der anderen Hälfte unterzubringen. Die “halbnutzung” hat sich dann aber in einigen Wochen ergeben und die täglichen Arbeiten flossen nach und nach auch auf die andere Bildschirmhälfte. Inzwischen ist es ein enormer Vorteil Platz für zwei Websites in voller breite zu haben. Auch für Webentwicklung z.B. mit einem Live-Compiler ist das Seitenverhältnis ideal, weil einfach beides nebeneinander so sichtbar ist, wie es ein 16:9-Nutzer auf zwei Displays hätte. Aber auch für Recherchearbeiten oder Präsentationen ist das Format ideal, z.B. mit der Informationsquelle auf einer Seite und der eigentlichen Präsentation oder mit dem WordPress-Editor auf der anderen Seite. Grundsätzlich taugt der Bildschirm nicht für maximierte Fenster, es gibt kaum Programme und kaum Websites, die sich dieser Breite anpassen. Die eigentliche Größe kommt für 21:9-Neulinge ganz besonders gut bei Google Earth, Google Maps oder anderen Kartendiensten gut durch. Auch Googles Streetview sieht auf dem breiten Bildschirm im Vollbild-Modus noch einmal ein Stück weit realer aus, als auf handelsüblichen Seitenverhältnissen.
Der Bildschirm unterstützt bis zu zwei Eingänge parallel, damit ist es zum Beispiel möglich einen Laptop am gleichen Bildschirm zu betreiben wie der Desktop-Rechner. Dazu hat LG in den Einstellungen mehrere Layouts definiert, wie die beiden Eingänge angezeigt werden sollen. Alle Layouts finde ich aber nicht ideal. Es gibt einmal das übliche Präsentations-Layout, auf dem unten rechts die Webcam des Präsentierenden angezeigt wird und eine 50-50-Aufteilung des Bildschirms. Da aber eben diese 50-50-Aufteilung dann auch nicht mehr ganz zwei mal 16:9 ist, kann man im Doppel-Modus nur mit niedrigen Auflösungen arbeiten. Bei der Präsentations-Ansicht wird das Bild des zweiten Eingangs einfach über das Bild des ersten Eingangs gepackt, was auch nicht ideal ist, wenn man wirklich alle Inhalte aus beiden Eingängen braucht.
Der Bildschirm hat Stereo-Lautsprecher integriert, zu diesen kann ich leider nicht viel sagen, da ich diese nicht verwende, wie es vermutlich auch bei vielen anderen Anwendern der Fall sein wird.
Auch zu dem verbauten USB3.0-Hub kann ich wenig sagen, diesen steuere ich über eine USB3.0-Erweiterungskarte im PC an, die von vornherein schon nicht die volle Geschwindigkeit von USB 3 gibt, demnach würden Testergebnisse des Hubs die eigentlichen Geschwindigkeitswerte nur verfälschen. Grundsätzlich funktionieren aber an dem Hub (der für Windows dank der Steckkarte als 2-fach kaskadiert angezeigt wird) sowohl alle USB3 als auch alle normalen USB-Geräte die ich testete. Der einzige Nachteil hierbei: Die Ports stehen nicht für den Boot-Vorgang zur Verfügung, diese werden erst bei gestartetem Windows mit installierten Treibern erkannt.

Der Stromverbrauch im Betrieb (Grafikbenchmark in voller Auflösung) liegt bei knapp 50 Watt und ist damit auch nur ein paar Watt über der Herstellerangabe (<=48 Watt). Im Standby liegt der Stromverbrauch bei mir bei knapp einem Watt, laut Angabe sollen es 1,2 Watt sein und leider Gottes brauchen ausgeschaltete Geräte heutzutage ja immer noch Strom, dieser liegt wie die Herstellerangabe bei 0,5 Watt.

Den Bildschirm selbst finde ich ideal, da er das Bedürfnis eines zweiten Bildschirms beim Arbeiten zur Genüge befriedigen kann. Außerdem hat er ein enorm gutes Farbbild, was auch für Fotografen und Leuten die im Grafikdesign arbeiten sehr gut gefallen würde.
Den Preis von momentan knapp 400€ finde ich hier voll gerechtfertigt, ich habe bisher keinen Bildschirm (mal abgesehen von 4K-TVs) gesehen, der in dieser Farbqualität anzeigt und das Format ist im Vergleich zu mehreren Bildschirmen sehr hilfreich. Außerdem wären zwei 16:9 Bildschirme in der Qualitätsklasse teurer als der EA93.

Der EB93 bei Notebooksbilliger für 413€* (Nachfolger)

LG 29EA93-P 73,7 cm (29 Zoll) LED-Monitor (DVI, HDMI, 5ms Reaktionszeit) mattschwarz/weiß

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Wie ich Adblock nach AdblockGate noch nutze

Öfters werde ich gerade noch unter Bloggerkollegen angesprochen, wie ich es denn noch verantworten könne, Adblock Plus installiert zu haben. Adblock Plus sei ja dank Pallenbergs Beiträgen ziemlich Mafiahaft und die Filterlisten dazu relativ streng.

Adblock Plus sollte selbst nicht als Adblocker angesehen werden, das nahm ich so aus dem Beitrag zum AdblockGate auf. Die Firmenstrukturen hin oder her, da gibt es weitaus dubiosere Firmengebilde, wenn man sich wirklich mal informiert, was so hinter Firmen steht. Im Grunde genommen ging es also in dem Beitrag um die falsch gesetzten Filterregeln in den Listen, die unter anderem auch von anderen Menschen (nicht falsch verstehen – “Menschen” bedeutet nicht “Community”) bearbeitet wird.
Es ist halt kein Adblocker mehr, wenn etwas anderes als Werbung blockiert wird.

Adblock Plus habe ich rausgeschmissen, allerdings die Alternative Adblock installiert, dazu ist ein Werbeblocker ein zu gutes Tool um Seiten persönlich für sich anzupassen. Ich habe aber die Standardlisten aus Adblock Plus geschmissen und verwalte nun vieles selbst auf eigenen Listen. Damit ist Adblock zwar kein Adblock mehr, weil es ja nicht generell jede Werbung blockiert, aber es blockiert einige Werbung auf Seiten die ich persönlich oft besuche, wenn ich die Filterregeln selbst in meine Liste schreibe.
Ja, ich blockiere Werbung auf Seiten die ich häufig besuche, aber bei weitem nicht alles, was eine Website an Werbung eingebunden hat.
Mich persönlich lenken Animationen extremst vom Text ab, weswegen ich meist animierte Banner auf meine Liste schreibe. Einfache Bilder als Banner sind kein Problem und haben keinen Grund blockiert zu werden.
Das einzige was ich permanent blocke, was auch keine Werbung ist, sind Facebook-Elemente auf anderen Seiten. Mitten in der Sidebar steht die Info dass doch schon über 1000 Leute eben diesen “Gefällt mir”-Button angeklickt haben und man wird quasi aufgefordert ebenfalls da eben draufzuklicken. Nebenbei wird gezeigt, dass eben auch die mir völlig unbekannten Leute namens Hans und Franz schon geklickt haben. Für mich eine relativ sinnfreie Information, die durch ihr Design meist auffällt. Da ich ein digitales Lob meist auch ohne einen Klick auf “Gefällt mir” und zudem noch wirkungsvoller auf anderen Wegen geben kann, fliegen diese Facebook-Inhalte auf Fremdseiten meist raus. Auch dazu habe ich mir selbst eine Liste angelegt.

AdBlock
Preis: Kostenlos

Ja, Google Textwerbung wird auch geblockt. Wenn diese eben (wie so häufig gesehen) mitten im Text platziert wird stört sie den Lesefluss und ist damit mehr als störend.
Seperat eingebundene Advertorials können nicht im allgemeinen geblockt werden, da man Adblock Plus nicht sagen kann “blockiere alles, wenn du das Wort Advertorial siehst”. Ich lese auch gerne Advertorials, schließlich sind diese ja nichts anderes als ein Blogbeitrag, aber wenn sie gelesen sind blockiere ich meistens auch die Links aus Navigationen, wenn ich sie eben nicht mehr brauche.
Ich sehe weiterhin trotz installiertem Adblocker viel Werbung im Netz, aber die Erweiterung gibt mir die Möglichkeit zu bestimmen, was ich sehe und was nicht, und wenn ich selbst entscheide was ich sehe und was nicht, steht kein Mittelsmann mehr dazwischen, der mir sagen kann was ich nicht sehen darf, weil dieser Banner eben nicht über die Werbeagentur der Adblock-Firma gemietet ist.

Bitcoin und wie es heutzutage noch sinnvoll verwendet werden könnte

Bitcoin, die digitale Kryptowährung ist nichts für die Zukunft und schon gar nicht geeignet als Geldanlage. Trotzdem gibt es einige Anwendungsmöglichkeiten, bei der aktuell Bitcoin für schnellen, kurzen Gewinn gut genutzt werden könnte.
Bitcoin-Mining, das Erschaffen von neuen Bitcoins ist schon länger nicht mehr Gewinnbringend. Es ist zwar gerade noch Profitabel, wenn man es aber vernünftig machen will, sollte man schon mehrere tausend Euro in Hardware investieren und dementsprechend bald wieder verkaufen, sobald der Ertrag aus dem Mining die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis eingebracht hat.

Bitcoin als ernsthafte Geldanlage lohnt sich erst, wenn ganze Staaten mit ihrem Geldystem total versagen, wie es in Griechenland der Fall war. Bei finanzstarken Ländern ist dies also nicht so schnell abzusehen. Für Bitcoin ist eine Deflation sicher vorausgesagt, diese tritt aber erst ein, sobald es keine neuen Bitcoins mehr geben wird, da dann nur noch mit bereits vorhandenen Bitcoins gehandelt werden kann. Dies ist allerdings erst für ungefähr das Jahr 2100 vorausgesagt. Zum Ende der neu generierten Bitcoins wird es einen Rückgang der Rechenleistung fürs Mining geben, da sich dies für den Profit, den es einbringt nicht mehr lohnen wird. Damit geht es dem Kurs zwar ein bisschen besser, ohne Miner kommt Bitcoin aber nicht sehr weit.

Einen Sinn sehe ich nur im Cloud mining bei Diensten wie CEX.io, dort ist es dann meist möglich auch mit Rechenleistung, die immer zu einem speziellen Preis gehandelt wird, zu handeln. Dort lässt sich auf kurze Sicht ein wenig Gewinn machen, auch wenn sich der Anschaffungspreis für erste Bitcoins über Handelsplattformen wie Bitcoin.de sich erst spät rentieren wird. Allerdings ist dann durch den Handel mit Cloud Mining ein unter Umständen schnellerer Gewinn möglich, als durch das reine mining, wodurch sich der anfangs bezahlte Preis für die ersten Bitcoins schneller rentiert.

Fakt ist, Bitcoin rentiert sich in fernster Zukunft. Dies wird aber höchstwahrscheinlich erst für die nächste Generation der Fall sein, wenn diese die Bitcoins geerbt hat. Vorerst ist und bleibt Bitcoin ein Hobby, das man auf keinen Fall als Geldanlage ansehen sollte.

Bildquelle: Bitcoin von Zach Copley - zur kommerziellen Wiederverwendung gekennzeichnet.

Ein neues iPhone, und alles diskutiert wieder

Jedes mal die gleiche Leier. Apple stellt etwas neues vor, was vorher sowieso schon in exakt dieser Form durch Leaks bestätigt wurde und die Blogs und die Presse überschlagen sich förmlich. Nein, es reicht eben nicht mehr zu sagen, dass Apple ein neues iPhone vorgestellt hat. Es wird sozusagen ein einzelner Artikel für jede Farbe gemacht, in der das neue iPhone 5C zu haben sein wird. Und alle handeln von exakt dem selben Thema und befinden sich alle in exakt dem gleichen Blog.
Sogar Leser brauchen keinen separaten Beitrag für jedes Loch in den neuen offiziellen iPhone 5C Hüllen, es wiederholt sich ja alles. Es lohnt sich schon gar nicht über Displaygrößenunterschiede zu Vorgänger-iPhones zu diskutieren, weil es ja schon durch den Artikel zur Vorstellung bekannt ist, dass dieser nicht größer als bei den aktuell bekannten Geräten wird. Die Welt braucht keinen Vergleich zwischen Displaygrößen des iPhone 3GS mit dem 5GS oder dem 5C – er ist genau so groß wie beim Vorgänger und Schluss.
Das Top-Thema am neuen iPhone 5S wird der Fingerabdrucksensor sein, den Apple im Gerät unter dem Home-Button verbaut hat. Das wird einmal aufgegriffen und gut ist, der Rest gehört in den Vorstellungsbeitrag.
Trotzdem überschlägt sich wieder alles.

Gerade bei dem Homebutton fängt gerade mal wieder ein riesen Thema an. Datenschützer behaupten es sei nicht sicher biometrische Daten auf so etwas wie einem persönlichen Endgerät zu speichern.
Natürlich ist es nicht sicher, solange man nicht weiß wie genau das neue iPhone diesen speichern wird und inwiefern Apple damit Käufe möglich machen will.
Auch das Einfallsrisiko für Hacker ist bedeutend größer, aber bevor man sich nicht sicher ist, sollte man auch keine Datenschützer auf die Presse hetzen.
Es muss erst mal das neue iPhone auf den Markt kommen und dann kann geschaut werden, wie Apple das genau geregelt hat – dann erst lässt sich erst entscheiden ob good or evil. Aber bitte nicht schon kurz nach Vorstellung sowas:


Bildquelle

 

Also bitte ihr Presseleute und Blogger- macht bitte nicht aus jedem Thema solch ein Wirbel und fasst nicht jede vorgestellte Angriffsmöglichkeit als Tatsache auf. Wenn es soweit ist, wird man es auf dem iPhone sehen, wie es funktioniert und erst dann kann wirklich ernsthaft Kritik ausgeübt werden…

4K im TV – erste Ansätze

4K ist im Kommen und wird irgendwann auch das Fernsehen, wie wir es bereits in FullHD kennen, ersetzen. Das einzige, aber ziemlich weitreichende Problem ist die Bandbreite. Wir haben weder im Kabelfernsehen, noch im Satellitenfernsehen genügend um eine Auflösung von 7680 x 4320 Pixel flüssig zu übertragen. Auch die bisherigen Codierungsverfahren sind nicht effektiv genug um die benötigten 7465 MB/s an Datendurchsatzrate durch die Leitung zu Quetschen. Selbst aktuelle Internetleitungen können bei einer solchen Auflösung schnell in die Knie gehen.

Astra, die Firma für Satellitenfernsehen hat also seit der Einführung nach einem neuen Codierungsverfahren gesucht, welches die benötigten Daten soweit minimieren kann, dass diese auch durch die bisherigen Übertragungskanäle passen könnte.
HEVC nennt sich die neue Codierung, die im Vergleich zu den aktuellen mpeg-Codierungen noch einmal ordentlich Bandbreite spart, damit diese gewonnene Ecke an Bandbreite für das Plus an Auflösung verwendet werden kann.
In dem Bereich hat sich bereits Sony einige Geschäftsideen entwickelt. Bisher war die 4K-Auflösung nur auf den Endkunden ausgelegt, nun gibt es die ersten Praktischen Einsatzgebiete mit der Technik.
Sony brachte das Beispiel, dass mit 2 Kameras, die in 4K auflösen ein komplettes Fußballfeld aufgenommen werden kann. Der Nutzer könnte sich dann, falls diese Methode bei Fußballspielen angewendet wird jeweils seinen Teil vom Spielfeld aussuchen und dann trotzdem weiterhin als FullHD auf dem Bildschirm ausgeben. Dort kam auch die erste Multi-Window-Idee für ähnliche Anwendungen z.B. bei Live-Konzerten her.
Astra geht aber auch darauf ein, dass es mit einer neuen Codiertechnik nicht nur um eine bessere Auflösung geht, sondern auch um ein allgemein besseres Bild. Mit dem Bandbreitenzuwachs und 4K ist es auch möglich deutlich mehr Farben und Farbnuancen zu bringen, was allgemein zu einem besseren Bild führt. Mit 4K kann auch das Sportfernsehen verbessert werden, da die Technik auch eine höhere Bildwiederholrate erlaubt. Damit können selbst schnelle Sportarten besser übertragen werden, wobei dann hier wieder der Nachteil der Codierungsverfahren wirken – Je mehr Bewegung, desto mehr Datendurchsatz brauchst du, auch wenn nur die Bildänderungen übertragen werden.
Die Marketingtechnik alleine mit der Auflösung sei die falsche, da das Auge diese meist nicht unterscheiden können.

Einer der nächsten Probleme sind die Receiver. Diese müssen, um dem aktuellen Standard zu entsprechen, mehrere Kanäle gleichzeitig empfangen können. Wenn z.B. ein Kanal aufgezeichnet und ein anderer angezeigt werden soll, ist die Datenrate beinahe doppelt so hoch. Für die gleiche Gegebenheit in 4K-Auflösung ist selbst die Microtechnik innerhalb der Bauteile noch nicht so weit. Allerdings wird es durch 4K auch notwendig, dass der Receiver selbst mehrere Renderings machen können muss – Nicht jeder TV kann heutzutage das neue HDMI 2 für diese Auflösung und noch deutlich weniger TVs haben DisplayPort, welches von Haus aus schon deutlich mehr als nur 4K unterstützt.
Eutelsat (der Konkurrent von Astra) kann bereits 4K übertragen, dies passiert aber über 4 Kanäle die jeweils gleichzeitig in einem quasi-”Splitscreen” angezeigt werden – Da die Bilder aber gemeinsam in der richtigen Reihenfolge sind, wird daraus wieder ein vernünftiges 4K-Bild. Aber auch hier wieder – Kaum ein Receiver unterstützt 4 gleichzeitige Kanäle, die parallel über eine Leitung angezeigt werden können. Fast alle sind darauf ausgelegt, dass in ein Kabel auch nur ein Signal passt. Erst durch einen speziell angepassten Receiver (z.B. gerade in Entwicklung bei Technisat) wird dies möglich.

Ich persönlich finde es immer interessant wie solche Probleme, die durch Trends entstehen angegangen werden. Sicher wird das gleiche in 2-3 Jahren mit der 8K-Auflösung passieren, aber dann kann der interessante Part ja wieder beginnen.

4K – ein aktualisierter Kommentar

4K ist jetzt beinahe schon das zweite mal Hauptthema einer IFA. Letztes Jahr hielt ich es für absolut schwachsinnig so etwas für Privatkunden auf den Markt zu bringen, da das menschliche Auge zwischen gut gemachtem 1080p und 4K auf einem größeren Bildschirm nicht unterscheiden kann. Damals waren bis auf “Hey, 4 mal mehr als FullHD, das muss doch besser sein” auch keine praktischeren Anwendungsgebiete erklärt worden.
Dieses Jahr gibt es auf der IFA quasi gar keinen Bildschirm, der kleiner als 4K auflöst, es sei denn, man schaut bei den Luxusherstellern Loewe und Metz vorbei.
Es gibt bis heute immer noch keine richtige Übertragungsmöglichkeit solch eine Auflösung flüssig zu übertragen. Zu den Technik-Ansätzen komme ich mal in einem anderen Beitrag.
Jetzt erst kommen Firmen damit an, wie man 4K vernünftig nutzen kann. Mustiscreen, mit 2 4K-Kameras, kannst du ein komplettes Fußballfeld abfilmen, aus der dann wiederum verschiedene FullHD-Bilder außchneidbar sind. Diese Bilder können auf einem 4K-Screen dann nebeneinander angezeigt warden. Im beispiel Fußball hast du dann eine Torkamera, eine Actioncam, und das komplette Feld als Ansicht auf einem Bildschirm. Wobei auch das fragwürdig ist. Der Mensch hat nicht so viel Input, daß er gleich alle 3-4 oder 5 Bilder gleichzeitig verarbeiten kann. Ich bin keinn Fußballfan, aber ich kann mir z.B beim Anwendungsgebiet eines Live-Konzerts auch nicht vorstellen alle Leute einer Band gleichzeitig anzuschaün. Alles andere ist einfach Energieverschwendung oder kann nicht in Verbindung mit den anderen Bildern gebracht warden, weil das Hirn zu sehr beschäftigt ist, sich alle Bilder überhaupt zurecht zu legen.
Man mag mich altmodisch nennen, aber entweder lenken die anderen Bilder ab, oder man kann nicht alle Verfolgen.

So wie ich es sehe ist 4K zwar im Kommen, wird aber nur FullHD ersetzen. Meinetwegen soll es auch die ersten 4K-Smartphones geben, wobei ich das auch für Schwachsinnig halte. Der Mensch kann halt nicht so genau sehen, dass er überhaupt diese Auflösung erkennt – Keiner sitzt ein paar Zentimeter vor einem Bildschirm nur um Details zu erkennen, dazu gibt es heutzutage die Vergrößerungsfunktion und alles andere ist aus der Ferne so scharf wie ein gutes FullHD-Bild…

IFA 2013: LG G2 vorgestellt

Bis kurz vor der Messe war es nur eine Vermutung, dass LG das G2 vorstellen wird. Jetzt ist das besondere Smartphone mit den Hardwarebuttons auf der Rückseite eines der Hauptattraktionen in der LG-Halle.

 

Wie unschwer zu erkennen gibt es an der Seite keinerlei Buttons zum Sperren und für die Lautstärke, die sind beim G2 alle auf die Rückseite gewandert. Das soll laut LG die Bedienung erheblich leichter machen, weil die Finger, die nicht zum Tippen gebraucht werden (sprich, alle außer den Daumen)  sowieso auf der Rückseite des Smartphones sind. Ich persönlich kann damit nichts anfangen, weil ich bisher gewöhnt bin die Hardwaretasten an der Seite eines Smartphones zu haben, wo sie bisher immer waren. Auf der Rückseite unter der Kamera kann ich damit nichts anfangen, ich müsste jedes mal das Smartphone umdrehen um den Bildschirm zu sperren, was dann wieder Fehltipps auf dem Touchscreen  auf der Vorderseite verursacht.

Hardwaretechnisch hat LG hier einen Snapdragon 800 eingebaut, der trotz einfachem Quadcore mit 2,26 GHz schnelle Kerne und eine sehr gute Grafikeinheit anbietet. Das Display ist mit 5,2″ ein wenig größer als die meisten Neuvorstellungen, liegt aber immer noch gut in der Hand.
Als Kamera hat LG hier eine 12 Megapixel-Kamera verbaut und eine Frontkamera, deren Auflösung oder Megapixel mir nicht genannt werden konnte.

Das Smartphone wird aber durch seinen Akku erst richtig interessant. Dieser gibt dem Smartphone mit ganzen 3000 mAh eine ordentliche Laufzeit. Außerdem ist das Betriebssystem auf dem G2 angepasst worden. Es bietet nun verschiedene Aktionen an, wenn man zum Beispiel ein Headset ansteckt. Genau dies kann zwar auch mit Tasker-Profilen erreicht werden, aber so etwas auf btriebbsystemseite umgesetzt zu sehen freut mich doch sehr.
Gerade vom Sound her soll das Smartphone sehr gut sein. Dies soll aber nicht wie bei Beats Audio auf einzelne Headsets gebunden sein, sondern soll wirklich mit jedem Headset verfügbar sein. Auch versicherte man mir, dass diese Funktion rein von der Hardware im Handy abhängt und es nicht wie bei Beats Audio eine Funktion gibt um den Ton schlechter (sprich Funktion Ausschalten) gibt.

Ende Oktober soll das Gerät in der 16 GB-Variante für 499€ und in der 32 GB Variante für 539€ auf den Markt kommen.

Mir persönlich gefällt die Rückseite, die in Jeans-Optik gehalten ist sehr, obwohl ich mir das gesamte Smartphone wegen der Buttons auf der Rückseite nicht kaufen würde. Aber auch an diese Umstellung wird man sich sicher gewöhnen können.

 

LG G2 Smartphone (13,2 cm (5,2 Zoll) Touchscreen, Quad-Core, 2,3GHz, 13 Megapixel Kamera, 16GB Speicher, Android 4.2) schwarz

Preis: EUR 309,00

4.5 von 5 Sternen (445 Nutzerwertungen)

63 Gebraucht & Neu erhältlich ab EUR 240,00