Es gibt viele Typen, gerade im Netz. Bekannt sind z.B. die Gamer, die Informations-Suchenden, die Multimedialen und diejenigen, für die das Internet ein großes “Spiegel Online”(.de) ist.
Unter den Lesern der Blogs des World Wide Web’s ist das auch nicht anders. Es gibt viel mehr Typen, als die, die ich hier beschreiben kann. Jeder verhält sich anders und individuell, aber die Grundmuster des Leserverhaltens lassen sich dann doch in einige Kategorien fassen.
Der Kommunizierer:
Er ließt überwiegend Blogs, um mitzureden, um seine Meinung mitzuteilen, um darüber zu Diskutieren, etc. etc. Diese Art des Lesers ist unter anderem die Art, die auch die meisten Kommentare verfasst, die auch sinnvoll zum Thema beitragen. Eigentlich ist es das Ziel fast jedes Bloggers, diese Art von Lesern zu seiner Haupt-Leser-Kategorie zu machen, was aber nur entweder mit ordentlich Zeit und Arbeit passiert, oder falls man bereits als Bekannt in die Blogosphäre (=Alle Blogs miteinander, sozusagen das Social Media der Blogs) eintritt, passiert.
Der Passiv-Leser:
Einer der Gegenstücke zum “Kommunizierer”. Er ließt Blogs, will sich aber nicht beteiligen. Ihm ist bewusst, dass er Blogs ließt, dessen Blogger unter anderem durch Kommentare “bezahlt” werden. Hat aber im Normalfall nichts zu dem Thema zu sagen oder nimmt daraus nur reine Information auf.
Diese Gruppe wird von Standard her die Gruppe sein, die am meisten in Blogs schaut. Eine Untergruppe davon sind “die Googler” welche ich noch beschreiben werde.
Der Troll:
Der Troll überspringt den eigentlichen Text und fängt mit dem Kommunizieren an. Schlussfolgerungen für die eigene verquerte Meinung zieht er aus den vorherigen Kommentaren, die er während der eigenen Meinungsbildung bruchstückhaft überfliegt. Meist fallen die Kommentare des Trolls weniger Kreativ, sondern eher Ironisch, Pöbelnd oder einfach Angreifend aus.
Dies ist die einzige Gruppe, die ich in 3 Kategorien je nach Alter unterteile, die Jung-Trolle, die Studenten-Trolle und die Standard-Trolle. Jungtrolle sind aus eigener Abenteuerlust so darauf gepolt zu pöbeln, dass daraus nur ein völlig vom Thema abweichender Kommentar herauskommt.
Studenten-Trolle sind entweder Frust-Trolle, oder Trolle, die eine Thematik anders verstanden haben und dies unbedingt mitteilen müssen.
Standard-Trolle sind Trolle, deren Meinung allein aus Kommentaren anderer Trolle hervorgerufen wird.
Der Sascha Lobo hat vor einiger Zeit das Verhalten von Trollen genauer unter die Lupe genommen und die Meinungsänderung in der Reihenfolge der Troll-Kommentare beobachtet. Wer mehr über diese Art der Leser wissen will ist hier sicher gut aufgehoben.
Der Googler:
Er ist nicht am Blog selbst interessiert, er ließt einen Beitrag, der ihn interessiert, meist ohne selbst zu wissen, dass diese Information direkt von diesem einen Blogger stammt. Kurz darauf switcht er zum nächsten Blog, oder zur nächstpassenden Seite.
Dieser Typ häuft sich, wenn man erfolgreich SEO (Search Engine Optimization) betreibt. Aber auch unter “Normal-Bloggern” stellt dies wohl die zweitgrößte Lesergruppe dar. Sie ist nicht die Beste, aber unter umständen wertvoller als der Passiv-Leser und allemal besser als der Troll.
Viele Blogs wollen möglichst weit oben in den Suchtreffern stehen, dieser Blog hat auch hier seine Erfolgsgebiete. Dadurch kommen dann eben auch die meisten Benutzer als Googler, die dann auch per Google Analytics und co. ausgewertet werden können.
Der Zeitungstyp:
Ihm ist nicht bewusst, welche Art hinter der Information steht. Für ihn ist es eine simple Website, die interessanten Text zu bieten hat, der in seinen Augen wie von einem “Spiegel Online”-Autor geschrieben ist. Wenn auch etwas freizügiger und mit etwas mehr eigener Meinung, fast so wie die Leserbriefe in einer Zeitung.
Dies wird eine der kleineren Gruppen sein. Im Gegensatz zum Googler stürzt der Besucher nicht zufällig über die Seite, sondern ruft sie direkt auf, um nachzuschauen, ob wieder ein interessanter Artikel dabei ist.
Meist wird diese Gruppe von den Jüngeren oder den Senioren gestellt.
Ab und an kann dies auch die zweitgrößte Gruppe sein. Je nachdem welches Thema für den eigenen Blog man wählt, kommt die entsprechende Zielgruppe.
Technikblogs haben meist jüngere Personen als Leser. Nicht ohne Grund kann Google bereits nach der Keywordeingabe bereits erfolgreich Informatikstudenten und Personen, die sich privat dafür interessieren auf den eigenen Blog leiten.
Aber generell sollte das Leitwort für jeden Blogger lauten, dass man sich nicht direkt auf Kommentare konzentrieren sollte, sondern eher straight sein Ding durchziehen. Ich blogge bereits seit gut 2 Jahren und habe jetzt erst einige regelmäßige Stammleser und noch weniger “Kommunizierer” unter ihnen.
Ich spreche hier nur für private Blogger. Natürlich verhält sich das bei Berufs-Bloggern komplett anders. Sie werden meist schon alleine durch die Firma oder das Produkt selbst direkt in die Ebene der “Kommunizierer” oder der Passiv-Leser katapultiert. Ein Paradebeispiel hierfür ist der Blog von Notebooksbilliger.de. Wenig “Kommunizierer” aber alleine schon die allgemeine Bekanntheit und die Bindung an den Shop lassen auf eine große Anzahl an “Passiv-Lesern” oder den “Zeitungstypen” schließen.
Den eigenen Blog eine Stufe höher zu schieben kann sehr schwer sein, sollte aber auch auf die Zielgruppe angepasst werden. Den eigenen Blog bei Twitter, Facebook und Google+ ist nur bedingt effektiv. In erster Linie zählt der Inhalt und die angepasste Art wie es geschrieben ist. Blogs haben immer etwas persönliches was auch da bleiben sollte. Jemand, der versucht à la Wikipedia zu schreiben fällt sofort auf. Die gewählten Themen sollten zueinander passen und originell sein. Ich blogge meist unter dem Motto, dass ich dem Netz irgendetwas hinzufüge was es selbst noch nicht hat.
Jeder sollte sich ein solches Motto machen, wenn auch nicht so allgemein und öffentlich wie meiner.
Also, mit dieser klitzekleinen Anleitung Wünsche ich jedem Neuling alles gute auf seinem Weg in die Welt der Blogs. Aber auch einigen meiner Mitblogger ist das sicher eine kleine Hilfe.
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