Welcher Onlinespeicher-Dienst ist der beste?

Dropbox, Skydrive, Google Drive, Wuala oder SugarSync oder wie sie noch alle heißen. Onlinespeicher gibt es zur Genüge. Wer wie ich als Urvogel bei Dropbox ist, hat inzwischen 27GB in der Cloud. SkyDrive legt noch einmal 25GB drauf und Google Drive kommt mit vergleichsweise wenigen 5GB daher. SugarSync und Wuala bieten wie Dropbox zu Anfang auch nur jeweils 2 GB. Wuala schmneißt haufenweise Marketingaktionen mit Gratis-Speicherplatz, der aber nach ein paar Monaten wieder verschwindet und SugarSync versucht mit Müh und Not mit Dropbox mitzuhalten. 50 GB Onlinespeicher ist heutzutage kein Problem mehr, was aber erfordert, dass mehrere Clients auf einem PC laufen und es dementsprechend viel Leistung zieht.
Wer das nicht will muss sich für einen Dienst entscheiden. Je nach Anwendungsgebiet sind einige aber besser und schlechter. Welcher Dienst für wen geeignet ist (ausgenommen von den ‘Hauptsache Speicherplatz’-Leuten), versuche ich hier einmal zu Schildern.

Der Teiler:

Damit sind diejenigen von euch gemeint, die Speicherplatz haben wollen, um größtenteils das Hochgeladene mit Familie oder Freunden zu teilen.
Für diese Zwecke ist eindeutig Dropbox geeignet. Einmal installiert habt ihr einen Ordner der automatisch mit dem Internet abgeglichen wird. Einfach eine Datei in diesen Ordner und sie wird hochgeladen. Im Kontextmenü (Rechtsklick auf eine Datei oder einen Ordner) befindet sich dann das “Dropbox”-Feld unter dem man sich einen Link anzeigen kann, um eben den markierten Ordner oder die markierte Datei zu Teilen. Den Link in eine E-Mail gepackt, oder eben im Chat gepostet, hat das Gegenüber Zugriff auf eben diese eine Datei oder den Ordner.

Dropbox selbst bietet für Neulinge erst einmal 2 GB an Speicher, welchen man aber ganz leicht später dann auch erhöhen kann. Am 12.5.2012 startet das Dropquest dieses Jahres, dann wird sich auch wieder ein ganzer Gigabyte verdienen lassen. Über Freundeseinladungen bekommt man als Schüler sogar bis zu 25GB geschenkt, was aber natürlich mit Aufwand verbunden ist, solange man nicht den etwas gemeinen Umweg über Google AdWords geht.

 

Der Speicherer:

Der Typ Mensch, der den Platz nur dafür braucht um nach der Neuinstallation oder der Einrichtung ein wenig Backup braucht.
Hier würde ich tatsächlich von Dropbox abraten. Gerade wenn es mal kurzfristig gehen muss, sind die 25GB die man über SkyDrive bekommt passender, gerade wenn es an größere Datenmengen geht.

In der Version zur Installation auf dem PC überhaupt keine Sharing-Funktionen, diese sind alle in der Web-Oberfläche.
Viel mehr als einen Windows-Live-Account braucht man auch nicht. Software runterladen, anmelden und entscheiden wo der Ordner für SkyDrive liegen soll. Mehr gibt es nicht einzustellen. Danach kann es losgehen.

Kein Erweiterungs-Space, keine großen Werbeaktionen, einfach nur Speicherplatz.

Der Multitasker:

Oder auch diejenigen, die PCs sammeln. Gibt ja einige die haben bereits eine ganze Sammlung die schon beim Commodore startet… – Ich bin zwar kein Sammler, aber ich zähl mich selbst zu den “Multitaskern”.

Im Grundsatz wird in der Gruppe die Synchronisierungsfunktion die am Meisten beanspruchte sein. Es geht eben darum, dass die Dateien, die man auf dem PC zu Hause hat auch auf dem Handy, auf dem Laptop und auf dem Arbeits-PC sind. Und zwar exakt so, wie man sie vorher schon hatte.
Ohne Frage ist Dropbox dazu passender, wenn es sich nicht rein um Textverarbeitung dreht (die Textverarbeitungstypen sind eher die “Bürotypen” und sollten unten weiterlesen).

Dropbox hat die Absicht zu synchronisieren. Was von einigen Usern (auch mir) nicht voll ausgenutzt wird. Entweder kann die komplette Dropbox gesynct werden oder via “Selective Sync” einzelne Ordner. Praktisch, wenn man z.B. auf seinem Laptop nur ein Teil der Daten braucht, oder aus beruflichen Gründen auf dem Arbeitsplatz wirklich nur die Arbeitsdaten synchronisieren darf.

Zu Hause z.B. einen Projekt-Ordner hochgeladen ist er in wenigen Sekunden direkt auf dem Arbeits-PC. Andersrum natürlich genau so. Auch wenn sich eine Datei ändert wird nur die Änderung übertragen und auf jedem der “verdropboxten” PCs geändert.

 

Der Bürotyp:

Miteinander arbeiten, Zusammen arbeiten, Dokumente austauschen, Präsentationen gemeinsam vorbereiten. Wen das anspricht rate ich zu Google Drive. Nicht viel Space, nicht viele Funktionen, aber dennoch funktionstechnisch mehr als SkyDrive. Praktisch durch die Weboberfläche die damals “Google Docs” hieß. Durch Google Drive kam ein Synchronisationsdienst mehr auf die Welt.
Falls man vorher schon in per Google Docs zusammen gearbeitet hat, befinden sich auch gleich die Dateien im Ordner. Ein klick darauf und das Dokument öffnet sich. Über einen weiteren Link kann es dann wieder mit anderen geteilt werden, oder andere können eingeladen werden um mitzuarbeiten.

 

 

 Fazit:

Jeder muss selbst entscheiden, was er verwendet, oder welcher der beschriebenen Gruppen er sich einordnen kann. Jeder Dienst hat vor und Nachteile. Einige wie z.B. Google Drive stehen noch in den Startlöchern und werden sich sicher, nachdem ich den Beitrag geschrieben habe, noch weiterentwickeln. Ich selbst bin alteingesessener Dropboxer, ich sehe aber auch, dass SkyDrive noch zur Konkurrenz werden kann, die sicher auch akzeptiert wird. Schließlich wird einem dort so viel Platz geboten, die bei Dropbox nur nach einiger Arbeit verfügbar sind.

Vom Funktionsumfang ist Dropbox der klare Sieger, vom Speicherplatz her siegt SkyDrive und der Beste fürs Büro ist Google Drive… – Ein genauen Sieger kann ich nicht herausziehen, da dieser je nach Anwendungsgebiet anders sein wird…
Klar ist, das diese Dienste in Zukunft noch mehr zu bedeuten haben. Momentan halten sie Einzug in der Handyindustrie. Aktuelle Handys kommen meist mit einem 50GB Jahresaccount von Dropbox und bei Laptops und Fertig-PCs wird sich sicher in den nächsten Monaten auch etwas tun. Bleibt abzuwarten, was kommt… In ferner Zukunft ist ein Laptop nur noch ein LTE-Chip, der an Bildschirm, Maus und Tastatur angeschlossen wird, den Rest übernimmt dann die “Cloud”…

2 thoughts on “Welcher Onlinespeicher-Dienst ist der beste?

  1. Hallo,
    vielen Dank für den guten Vergleich von Dropbox, Google und SkyDrive.
    Auf http://www.cloudsider.com/ gibt es weitere Testberichte zu Online Speichern (privat sowie fürs Büro) und auch einen Preisvergleich.

  2. Wow, sehr guter Artikel, ich selber benutze fast nur Dropbox und bin gerade am Cubby testen.
    Die Onlinespeicher haben sehr viel vereinfacht, gerade wenn man bei Freunden ist und auf bestimmte Daten zurückgreifen möchte.
    Aber auch, um von allen möglichen Geräten, Texte zu bearbeiten und dann zu Syncronisieren.

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